Die Provinzleitung stellt sich den Fragen und Impulsen aus dem Plenum.

André fragte, wie verhindert wird, dass die Visionsarbeit ein Papiertiger wird. Die Provinzräte betonen, wie wichtig diese Arbeit als Entscheidungsgrundlage ist. Und sie drehen den Spieß um: Verantwortlich sind wir alle gemeinsam – auch jeder einzelne muss die Vision, Mission und dir Ziele der Provinz unterstützen und mit Leben füllen.

Weitere Impulse: Es bedarf einer inhaltlichen und theologischen Weiterentwicklung im Geist der Einheit: Als Oblaten haben wir eine Position und der Kirche etwas zu sagen.

Auch das Ziel, für ein lebendiges Kommunitätsleben zu sorgen, stand auf dem Prüfstand: Die Provinzräte sehen hier ihre begrenzten Mittel: Einschreiten ist eine Aufgabe des Provinzials, aber der Provinzrat kann beraten. Norbert betont, dass aus dem Provinzrat auch Impulse kommen können – so wird z.B. jede Sitzung mit einem Regelteilen begonnen. Ein kleines Element. Aber es verändert die Realität. Felix macht die Ausbildung stark: Die jungen Oblaten werden gerade auch im menschlichen Bereich sehr gut ausgebildet. Eine Herausforderung ist die Zusammensetzung von Kommunitäten, die Verteilung von Aufgaben: Dies muss so gelingen, das ein gutes Kommunitätsleben möglich wird.

“Gibt es eine Evaluation?” fragte Barbara, “schließlich soll der Prozess nicht verstanden?” Ja, sagte Felix: In verschiedenen Formen: Im Provinzrat wird uns dies immer wieder begleiten. Im Rahmen von Hausoberen- und Ökonomekonferenz werden wir uns fragen, was dran ist. Und nicht erst 2024 müssen wir – wie die Provinzleitung dann auch immer aussieht – uns fragen, was daraus geworden ist.

Oto machte stark, dass Sensibilität für die Armut und ihre Formen ein wichtiges Thema ist: Im Grunde geht es darum, dass wir, wenn die Armen an der Tür klingeln, nicht wegrennen. Wir müssen in der Lage sein “Hallo, wie heißt du? Wie geht es dir?” zu sagen. Die Sensibilisierung müsste sehr früh in der Ausbildung beginnen. Norbert und Karl-Heinz verwiesen auf verschiedene Praktika und Gelegenheiten im Noviziat und Vornoviziat. Zudem werden die Kommunitäten in Deutschland Tschechien wichtige Impulse setzten. Vlastimil betonte, dass es auch eine Systemfrage ist: Haben wir – jeder einzelne von uns – die Erfahrung gemacht, dass das Leben mit den Armen Freude macht?

Pater Tomáš fragte, warum im Provinzrat kein Bruder und kein Oblate aus Österreich vertreten ist. Felix betont, das dies zum vor allem mit dem Wahlverhalten der Provinz zu tun hat. Zur Frage der Brüder: Es gibt die zwei Wege des Oblatenlebens, die sind beide geliebt, gewertschätzt, gewünscht. Das ist keine Frage.

Frau Schmid moderierte die Diskussion sehr elegant und prägnant. Es gelang ihr, die Fäden gut zusammenzuführen und so gab es einen interessanten Einblick in das Denken der Provinzleitung und der Provinz.

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